DER BÖLL:

DER BÖLL pöbelt auf dem Post Grunge Album „2020“ zwischen Spaßgesellschaft und Therapie

Der Böll | © Dennis Möbus

Der Böll | 2020DER BÖLL ist für alle, die keinen Bock haben jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und die sich nicht in jede Buchse machen, die man ihnen hinhält. Für alle, die gerne selber denken und ihr Hirn noch nicht in der BILD Zeitung eingewickelt haben. Für alle, die gerne richtig rocken und nicht ‘Wannsee, Wannsee leck mich am Arsch!’ auf Konzerten singen wollen. Für all diese ist DER BÖLL mit seinem von den Mayas und L. Ron Hubbard prophezeiten am 20.02.2020 über ‘RAR, marketed by Motor Entertainment’ erscheinenden Album „2020“ und seinen aktuellen Singles „HM&T“ und „VADM“ ein gesicherter therapeutischer Rahmen, wo jeder einfach so willkommen ist, wie er ist. Frei nach dem Credo, wer ohne Störung oder Neurose ist, der werfe den ersten Therapiebescheid! Freunde abgefahrener Comedy-Acts wie Mundstuhl oder Badesalz finden hier ihr musikalisches Äquivalent.

Seit 1983 hat DER BÖLL es sich zur Aufgabe gemacht uns die Kritik am eigenen Lebenswandel unter die Nase zu reiben. Nie zu ernst, nie zu albern. In den frühen Jahren noch mit Charme und Bellcanto im Liedermacher-Gewand wie auf dem Album „Liebestrunken“, über die eher experimentell sperrige Mittelphase der „Sorry“ Ära, kommt er jetzt edel und altersweise mit seinem neuen Album „2020“ um die Ecke. Produziert im M2A Studio und gemastert von Calyx Mastering wird hier inhaltlich nichts mehr geschönt. DER BÖLL ist der Spaßvogel einer Bankrott erklärten ehemaligen Kulturnation, zu gebildet für RTLZWEI aber zu doof für Arte. DER BÖLL wagt den Spagat, ist der Spießer unter den Rockstars und der Rebell aus der Reihenhaussiedlung. Die Presse titelte mal so herrlich doof den Vergleich, Purple Schulz meets Kraftclub. Wer nicht über Badesalz lachen kann, wird hier auch nicht lachen oder wer ‘Die Anstalt’ nicht versteht, wird das hier auch nicht kapieren. Aber wer bei Nirvana oder H-Blockx mit dem Kopf nickt, der hat ab sofort richtig Spaß mit dem Album „2020“ und den fünfzehn Post Grunge Krachern und skurillen Botschaften! Harte Riffs, harte Texte. Gefühlt wie ein Konstantin Wecker im Grunge Rausch. Manche Inhalte sind zu krass, um sie lustig zu verpacken, doch muss man die Wahrheit halt auch mal beim Namen nennen und sie hinaus brüllen. DER BÖLL ist „WIDA“ da und legt mit bissigem Crossover Groove los. Feiert weiter mit „HM&T“ und einer Runde Dosenbier beim Gezwitscher im „PARK“. Hat eine Selbstreflektion bei „DJVU“ oder feiert lieber gleich mit „VADM“, einem hammerharten Punkrock Cover des Höhner Mundartklassikers „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ wild durch die fünfte Jahreszeit. Mit Rammstein Gedächtnisgroove wird es in „STPF“ politisch brisant und DER BÖLL feuert eine verbale Breitseite gegen die Stammtischproleten ab. In „WTF“ klärt er die analoge 90er Generation über die digitale Welt auf. Bei der düsteren Ballade „ZBFM“ tritt der Humor in den Hintergrund und DER BÖLL wird kurz vor dem Finale ernst. Zum Ende gibt es mit dem derb fröhlichen „A:OK“ noch mal einen traditionellen Punk Gassenhauer zum feuchtfröhlichen feiern.

Was ist eigentlich aus der Spaßgesellschaft geworden? War doch alles so entspannt und ironisch in den 90ern. Und jetzt? Alles hektisch, alle paranoid. Keiner traut mehr seiner Bank. Schön zu wissen, dass es DER BÖLL gibt, bei denen die zu Hause sind, die auch heute noch über New Kids oder Monty Python lachen. Frei nach Materias ‘Keiner hat mehr Bock auf Kiffen, Saufen, Feiern.’, kommt hier die Kampfansage ans spießig werden. Das punkige Post Grunge Liedermacher Album „2020“ von DER BÖLL setzt sich auf eine amüsant skurrile Art mit der Gegenwartskultur auseinander und gibt allen Rockern mit Faible für Extrabreit, Massendefekt oder Sondaschule einen frischen Sound für den Walkman der Neuzeit.

Line-Up:
Der Böll: Gesang, Gitarre
MK Fischer: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard
Daniel Hurtig: Gitarre
Linda Christ Chor: Chorgesang
Herr Bergs: Gesang
Frau Vadder: Gesang

Trackliste „2020“:

  1. INTRO
  2. WIDA
  3. HM&T
  4. PARK
  5. DJVU
  6. TLCR
  7. VADM (Wenn nicht jetzt, wann dann?)
  8. SAUG
  9. STPF
  10. HERD
  11. WTF?
  12. ARTE
  13. ZBFM
  14. KKES
  15. A:OK

Diskografie:
2020 2020
2016 Sorry
2009 Liebestrunken

Plattenfirma: RAR, marketed by Motor Entertainment | www.motormusic.de

Presse-Downloads: www.dr-music-promotion.de

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